Millionen Deutsche haben bereits eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen. Angesichts der sinkenden Leistungen gesetzlicher Krankenkassen ist dies oftmals eine sinnvolle Entscheidung. Aber auch eine solche Police birgt Kostenfallen, die Sie beachten sollten.
In der Wartezeit nach Abschluss keine Kostenübernahme
Da die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung in der Vergangenheit häufig leer waren, beschloss die Politik mehrfach Einschränkungen der Leistungen. Den Bereich der Zahnbehandlungen betraf dies besonders stark. Als gesetzlich Versicherte müssen Sie Zuzahlungen leisten, wenn Sie eines zahnärztlichen Eingriffes wie Zahnersatz bedürfen. Das gilt selbst für die Regelversorgung. Noch teurer wird es, wenn Sie qualitativ bessere Materialien und Behandlungen wünschen. Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie sich vor kaum bezahlbaren Rechnungen schützen. Die Versicherer übernehmen einen Teil der Kosten, welche gesetzliche Krankenkassen nicht erstatten. Bevor Sie eine solche Police abschließen, sollten Sie jedoch genau die Bedingungen lesen. In den meisten Verträgen ist nämlich eine Wartezeit festgehalten, die mit Abschluss des Vertrages beginnt. Innerhalb dieses Zeitraumes haben Sie noch keinen Anspruch auf Versicherungsleistungen. Je nach Anbieter kann diese Zeitspanne mehrere Monate bis Jahre dauern. Bei der Wahl einer Versicherung sollte diese Länge ein wichtiges Kriterium sein. Zum Teil gelten für verschiedene Behandlungsarten wie Zahnersatz und Kieferorthopädie unterschiedlich lange Wartezeiten.
Weitere Einschränkungen bei Zahnzusatzversicherungen
Viele Versicherer begrenzen zudem in den ersten Jahren die Leistungen in der Höhe. Eine Vertragsvariante kann beispielsweise sein, dass eine Versicherung im ersten Jahr gar keine Rechnungen für Zahnersatz, im zweiten Jahr nur bis 500 Euro und im dritten Jahr bis 1000 Euro übernimmt. Höhere Kosten müssen Sie tragen. Zahnzusatzversicherungen haben noch weitere Tücken. So beträgt die Erstattung nicht immer einhundert Prozent. Häufig müssen Sie als Versicherte trotz einer solchen Police einen Teil der Rechnung selbst tragen. Wenn Sie die Vertragsbedingungen lesen oder einen Versicherungsvergleich im Internet zurate ziehen, lohnt sich deshalb ein Blick auf die angegebenen Daten. Schließlich sollten Sie nachschauen, wie umfangreich der Leistungskatalog einer
Zahnzusatzversicherung überhaupt ist. Jenseits der zahnärztlichen Regelversorgung beim Zahnersatz gibt es große Unterschiede.
Hohe Zuzahlungen umgehen
Die Zuzahlungen beim Zahnarzt sind für gesetzlich Versicherte hoch. Eine Zahnversicherung stellt eine wichtige Ergänzung zum gesetzlichen Versicherungsschutz dar. Sie sollten aber auf Kostenfallen achtgeben. In den ersten Jahren übernehmen solche Versicherungen gar keine oder nur eingeschränkt Leistungen. Auch die prozentuale Höhe der Erstattungen sowie der Umfang des Leistungskatalogs sollten Sie berücksichtigen.